Beschreibung des Seminars
In der globalisierten Welt ist immer mehr von Mehrsprachigkeit die Rede. Aber was bedeutet es, mehrsprachig aufzuwachsen, zu leben und zu denken? Inwiefern schlägt sich die Mehrsprachigkeit in der Übersetzungstheorie und -praxis nieder?
Im ersten Teil des Kurses werden ausgehend von der sozio- und psycholinguistischen Forschung biografische Zugänge zur Mehrsprachigkeit untersucht. Dabei werden auch ideologische Konstrukte wie die Dominanz einer Muttersrprache kritisch hinterfragt; das österreichische Bildungssystem dient dabei als Fallbeispiel.
Im zweiten Teil des Kurses steht die Mehrsprachigkeit in der Literatur im Fokus: Es werden nicht nur die Schreibpraxis mehrsprachiger Autor*innen, sondern auch Übersetzungskonzepte und -theorien untersucht, die „zwischen den Sprachen“ (Translinguismus) entstehen.
Nel mondo globalizzato si sente parlare sempre più spesso di plurilinguismo. Ma che cosa significa esattamente crescere, vivere e pensare da individui plurilingui? In che modo, inoltre, il plurilinguismo influenza la teoria e la prassi della traduzione?
Nella prima parte del corso si indagheranno, partendo dalla ricerca sociolinguistica e psicolinguistica, approcci biografici al plurilinguismo. In questo ambito, si porranno in discussione anche costruzioni ideologiche come la dominanza della lingua nazionale, prendendo come caso di studio il sistema d’istruzione austriaco.
Nella seconda parte del corso, il focus si sposterà sul plurilinguismo in letteratura: ci si soffermerà non solo sulla pratica scrittoria di autrici e autori plurilingui, ma anche su concezioni e teorie della traduzione che nascono, per così dire, “fra le lingue” (translinguismo).
LEHRBÜCHER
- Busch, Brigitta (2021): Mehrsprachigkeit, UTB, Stuttgart. (3. Ausgabe)
- Vangi, Michele (2023): Transgermania. Il superamento del monolinguismo nella letteratura tedesca contemporanea. Genova University Presse, Genova (open access)
Zusätzlich zu den Lehrbüchern werden verschiedene Text- und Audiomaterialien auf Moodle zur Verfügung gestellt.
Darunter sind insbesondere Auszüge aus den folgenden Texten:
- Bachtin, Michail (1979): Das Wort im Roman - In: Id., Die Ästhetik des Werks. Suhrkamp, Frankfurt M. 257-300.
- Derrida, Jacques (2011): Die Einsprachigkeit des Anderen oder die ursprüngliche Prothese - In: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik (ZIG), 2/2, 153-168.
- Erkurt, Melissa (2020): Generation Haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben. München, btb.
- Flusser, Vilém (1992): Bodenlos. Eine philosophische Biographie, Bensheim, Bollmann 1992.
- Grjasnowa, Olga (2021): Die Macht der Mehrsprachigkeit. Über Herkunft und Vielfalt. Berlin, Duden.
- Gümüsai, Kübra (2020): Sprache und Sein, München, btb
- Petrowskaja, Katja (2014): Vielleicht Esther. Geschichten. Frankfurt M., Suhrkamp.
Zusätzliche Literatur (fakultativ)
Benteler, Anne (2018): Sprache im Exil. Mehrsprachigkeit und Übersetzung als literarische Verfahren bei Hilde Domin, Masha Kaléko und Werner Lansburgh, Stuttgart, Metzler.
Bonfiglio, Thomas Paul (2010): Mother Tongues and Nations. The Invention of the Native Speaker, New York, Walter De Gruyter.
Dembeck, Till / Parr, Ralf (Hg.) (2020): Literatur und Mehrsprachigkeit. Ein Handbuch, Tübingen.
Thoma, Nadja (2018) Sprachbiographien in der Migrationsgesellschaft, Bielefeld, Transkript.
Vangi, Michele (2023) Mehrsprachigkeit in der EU Bildungspolitik am Beispiel des Deutschen als Unterrichtssprache in Österreich, in: Germanistik in der Ukraine, 18, 85-96.
In der globalisierten Welt ist immer mehr von Mehrsprachigkeit die Rede. Aber was bedeutet es, mehrsprachig aufzuwachsen, zu leben und zu denken? Inwiefern schlägt sich die Mehrsprachigkeit in der Übersetzungstheorie und -praxis nieder?
Im ersten Teil des Kurses werden ausgehend von der sozio- und psycholinguistischen Forschung biografische Zugänge zur Mehrsprachigkeit untersucht. Dabei werden auch ideologische Konstrukte wie die Dominanz einer Muttersrprache kritisch hinterfragt; das österreichische Bildungssystem dient dabei als Fallbeispiel.
Im zweiten Teil des Kurses steht die Mehrsprachigkeit in der Literatur im Fokus: Es werden nicht nur die Schreibpraxis mehrsprachiger Autor*innen, sondern auch Übersetzungskonzepte und -theorien untersucht, die „zwischen den Sprachen“ (Translinguismus) entstehen.
Nel mondo globalizzato si sente parlare sempre più spesso di plurilinguismo. Ma che cosa significa esattamente crescere, vivere e pensare da individui plurilingui? In che modo, inoltre, il plurilinguismo influenza la teoria e la prassi della traduzione?
Nella prima parte del corso si indagheranno, partendo dalla ricerca sociolinguistica e psicolinguistica, approcci biografici al plurilinguismo. In questo ambito, si porranno in discussione anche costruzioni ideologiche come la dominanza della lingua nazionale, prendendo come caso di studio il sistema d’istruzione austriaco.
Nella seconda parte del corso, il focus si sposterà sul plurilinguismo in letteratura: ci si soffermerà non solo sulla pratica scrittoria di autrici e autori plurilingui, ma anche su concezioni e teorie della traduzione che nascono, per così dire, “fra le lingue” (translinguismo).
LEHRBÜCHER
- Busch, Brigitta (2021): Mehrsprachigkeit, UTB, Stuttgart. (3. Ausgabe)
- Vangi, Michele (2023): Transgermania. Il superamento del monolinguismo nella letteratura tedesca contemporanea. Genova University Presse, Genova (open access)
Zusätzlich zu den Lehrbüchern werden verschiedene Text- und Audiomaterialien auf Moodle zur Verfügung gestellt.
Darunter sind insbesondere Auszüge aus den folgenden Texten:
- Bachtin, Michail (1979): Das Wort im Roman - In: Id., Die Ästhetik des Werks. Suhrkamp, Frankfurt M. 257-300.
- Derrida, Jacques (2011): Die Einsprachigkeit des Anderen oder die ursprüngliche Prothese - In: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik (ZIG), 2/2, 153-168.
- Erkurt, Melissa (2020): Generation Haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben. München, btb.
- Flusser, Vilém (1992): Bodenlos. Eine philosophische Biographie, Bensheim, Bollmann 1992.
- Grjasnowa, Olga (2021): Die Macht der Mehrsprachigkeit. Über Herkunft und Vielfalt. Berlin, Duden.
- Gümüsai, Kübra (2020): Sprache und Sein, München, btb
- Petrowskaja, Katja (2014): Vielleicht Esther. Geschichten. Frankfurt M., Suhrkamp.
Zusätzliche Literatur (fakultativ)
Benteler, Anne (2018): Sprache im Exil. Mehrsprachigkeit und Übersetzung als literarische Verfahren bei Hilde Domin, Masha Kaléko und Werner Lansburgh, Stuttgart, Metzler.
Bonfiglio, Thomas Paul (2010): Mother Tongues and Nations. The Invention of the Native Speaker, New York, Walter De Gruyter.
Dembeck, Till / Parr, Ralf (Hg.) (2020): Literatur und Mehrsprachigkeit. Ein Handbuch, Tübingen.
Thoma, Nadja (2018) Sprachbiographien in der Migrationsgesellschaft, Bielefeld, Transkript.
Vangi, Michele (2023) Mehrsprachigkeit in der EU Bildungspolitik am Beispiel des Deutschen als Unterrichtssprache in Österreich, in: Germanistik in der Ukraine, 18, 85-96.
- Docente: MICHELE FABIO VANGI